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Unsere Kirche hier in Höchstenbach ist spätromanischen Ursprungs. Bei dendrochornologischen Untersuchungen im Jahr 2007 sind wir bis ins Jahr 1150 vorgestoßen. Da wir annehmen können, dass der Turm damals an ein schon vorhandenes Kirchenschiff gebaut wurde, muss die Kirche noch älter sein.
Die älteste urkundliche Erwähnung von Höchstenbach datiert auf das Jahr 1269. Deswegen konnten wir im Sommer 1994 die 725-Jahrfeier gestalten.
In der Apsis wurden 1952 unter einer sechs- bis achtfachen Kalkschicht gotische Fresken freigelegt ( Foto ), die wahrscheinlich aus der Entstehungszeit stammen.
Kriegsschäden und Witterungseinflüsse hatten im Laufe der Jahrhunderte mancherlei Risse in die Gewölbe und Wände gebracht, so daß die Freilegungsarbeiten nur langsam und unter großen Schwierigkeiten vor sich gehen konnten.
In der Mitte der Apsis in der oberen Wölbung sieht man Christus als Weltenrichter dargestellt, umgeben von den Symbolen der vier Evangelisten: einem Engel als Symbol des Evangelisten Matthäus, für Markus den Löwen, für Lukas den Stier, für Johannes den Adler. Christus, zur Linken die Mutter Jesu in knieender Haltung, rechts Johannes der Täufer, bekleidet mit einem Mantel von Kamelhaaren, in der Hand eine Tauf schale haltend. Unterhalb von Johannes in kleineren Ausmaßen eine Person in betender Stellung. Die Vermutung liegt nahe, dass sich hier der Stifter der Kirche selbst in die Reihe der betenden Christen einreihen wollte. Im Fries darunter sind links und rechts vom Mittelfenster zwei Figuren als sogenannte Karyatiden gemalt. Zu ihren Häupten tragen sie einen Spitzbogen, der Christus und die vier Evangelisten umfasst.
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Die linke der beiden Gestalten lässt einen Ritter aus dem Mittelalter erkennen, wie man an Rüstung, Speer und Wimpel erkennen kann. Hierbei handelt es sich um St. Georg, den Schutzpatron der Kirche. Rechts und links der beiden Äußeren Fenster sind bruchstückartige Umrisse von Engelsfiguren sichtbar. Graue und gelbe Sterne, sowie graue, rote und gelbe Bänder beleben das Gesamtbild und gestalten es mit dem Fries zu einem teppichartigen Muster, das durch seine Mannigfaltigkeit und Geschlossenheit beeindruckt. Im Chorraum selbst konnte nur eine Landsknechtfigur oberhalb des Pfarrstuhls entdeckt werden. Sie gehärte vermutlich zu einer größeren Kreuzigungsgruppe, die vorhanden gewesen sein mag, als die beiden Chorfenster in früheren Zeiten noch erheblich kleiner waren, als sie jetzt sind.
Das Seitenschiff wurde später angebaut und ist durch zwei Arkaden von dem flachgedeckten Langhaus abgesetzt. Die dreiseitigen Emporen stammen aus dem 18. Jh., die Kanzel noch aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts..
Spärliche Nachrichten liegen über das Bauwesen vor. Meistens sind es Klagen über den Zustand der Dächer, wie 1569,1604 und 1612. Von einer Verstärkung des Turms wird 1606, von der Restaurierung des Turmhelms 1689 und der Anlage der großen Kirchhofsmauer 1607 berichtet. Zwischen 1606/1616 erhielt die Kirche eine Uhr. Von den drei Glocken waren 1873 zwei alt, doch konnte das Alter nicht bestimmt werden,weil jegliche Inschrift fehlte.
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